Train-The-Trainer
In der Finanz- und Wirtschaftskrise sind Weiterbildung und Personalentwicklung ins Trudeln geraten. Der Fokus liegt in den meisten Unternehmen nun vor allem auf einer Intensivierung von Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie der Suche nach Effizienzreserven und Produktivitätssteigerungen. Dies birgt die Gefahr, dass notwendige Anpassungs- und Aufstiegsqualifizierungen verpasst und unbewusst heute der Grundstein für zukünftige Wettbewerbsnachteile gelegt wird.
Zugleich muss man Verständnis dafür haben, dass alle Möglichkeiten des Kostenreduzierung (cost improvement) genutzt werden. Dabei darf die Weiterbildung und Personalentwicklung kein Tabu sein. Eine Hauptursache für Ineffizienzen und unnötige Kosten sind nach wie vor zahlreiche externe Weiterbildungsangebote. Es existiert eine unübersehbare Quantität externer Qualifizierungsangebote auf fachlicher und überfachlicher Ebene, mit leider oft zweifelhafter Qualität.
Die Effektivität und Effizienz von klassischen Weiterbildungsangeboten wird immer wieder hinterfragt. Dies gilt vor allem für sehr spezialisierte Tätigkeitsgebiete und Positionen, z.B. im technischen Bereich, wo Teilnehmer von externen Weiterbildungen zunehmend beklagen, dass Seminare ihren spezifischen Lernanforderungen nicht gerecht werden konnten. "Ich habe eher dem Trainer bzw. Dozenten etwas beigebracht. Der wusste überhaupt nicht über unsere Technik Bescheid", lautet der Originalton eines frustrierten Seminarteilnehmers. Die Kosten von 500 bis 1000 € für nur einen einzigen Seminarteilnehmer sind verschwendet. Das addiert sich auch in mittelständischen Unternehmen leicht auf einen sechsstelligen Fehlbetrag jedes Jahr.
Die Konsequenz ist, dass Unternehmen bei Qualifizierungsbedarfen, die stark auf eigene Technologien oder unternehmensspefizische Lösungen ausgerichtet sind, nicht auf externe Angebote, sondern auf das eigene Know-how bauen sollten.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------

"In jedem Unternehmen schlummert ein riesiges Potenzial an sehr qualifizierten Experten, die ihr Wissen und ihr Know-how an Kolleginnen und Kollegen weitergeben könnten. Diese Know-how-Träger zu finden und Sie zu internen Trainern auszubilden, ist die Intention unseres "Train-The-Trainer-Angebotes".
Prof. Dr. Christian Ernst
Geschäftsführer des Instituts für Personalforschung
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das "Train-The-Trainer"-Konzept des Instituts für Personalforschung möchte einerseits Kosteneinsparungsoptionen für die Personalentwicklung nutzbar machen und andererseits interne Karriere- und Entwicklungsalternativen schaffen. Verschwenden Sie Ihre Mittel nicht für zweifelhafte Seminare "von der Stange", sondern investieren Sie in die Konzeption hochwertiger, am unternehmensspezifischen Bedarf ausgerichteter interner Trainings.
Reduzieren Sie Ihre PE-Kosten und investieren Sie in Ihre eigenen Potenziale!
Die Train-The-Trainer-Initiative des Instituts für Personalforschung besteht aus den folgenden Phasen:
1. Bildungsbedarfsanalyse
Wir helfen Ihnen, den globalen (fachlichen) Weiterbildungsbedarf in Ihrem Unternehmen zu eruieren. Wir können Ihnen damit dezidiert sagen, in welchen Bereichen Sie dringend Anpassungsqualifizierungen vornehmen sollten, um auf die Zukunft vorbereitet zu sein und wettbewerbsfähig zu bleiben. Unser Tool zeigt Ihnen sofort und individuell, anhand der Ampelfarben (rot, geld, grün), wo Sie mit Weiterbildungsmaßnahmen ansetzen müssen.
2. Interne Trainer-Selektion
Wir recherchieren gemeinsam mit Ihnen, wo Ihre internen "Trainer-Potenziale" schlummern. In jedem Unternehmen arbeiten hervorragende Experten, die für die Weitergabe ihres Wissens genutzt und auch dafür honoriert werden können. Wir identifizieren diese Potenzialträger und geben ihnen eine Chance zur Teilnahme an der Train-The-Trainer-Initiative. Dies ist zugleich eine fachliche Entwicklungs- und Karrierechance, auf die manche Fachkräfte nur gewartet haben. Dieses Projekt kann damit zugleich ein Baustein eine umfassenden Fachkarriere-Konzeptes sein (siehe Fachkarriere). Auf diesem Weg entsteht ein interner Trainerpool, auf den - in Zusammenarbeit mit den Experten der Personalabteilung - zukünftig jederzeit zugegriffen werden kann.
3. Trainer-Ausbildung
In einem dreistufigen Qualifizierungskonzept erhalten die internen Trainer die methodischen und didaktischen Grundlagen, um interne Seminare und Trainings alleine und auf höchstem Niveau durchzuführen und damit den Know-how-Transfer einzuleiten.
3.1. Basis-Training (3 Tage)
- Grundlagen des Präsentierens und Trainierens
- Ablauf und Zielsetzung von (fachlichen) Trainings
- Sicheres Auftreten und Präsentationskompetenz (inkl. Video-Feedback)
- Definition von Lernzielen und Taxonomie-Konstruktion
- Konzeption von Lernbausteinen
- Grundlagen von Methodik und Didaktik
- "Lernen lernen" - Neurobiologische Grundlagen des Lernens
- Startphase und Erwartungsabfrage
- Handlungsorientierte Lernkonzepte: Vier-Stufen-Methode, Leittextmethode,
Einzel- und Gruppenarbeit, Simulationsübungen, Rollenspiele etc.
- Trainingsteilnehmer motivieren
- Umgang mit Widerständen und schwierigen Trainingsteilnehmern
- Evaluation von Trainingsmaßnahmen
3.1. Transferphase
In den kommenden 6 bis 8 Wochen erstellen die Teilnehmer/innen - auf der Basis des bisher Gelernten - eigene Trainingssequenzen, die später unmittelbar im Unternehmen umgesetzt werden können. Die Lerntransferphase wird durch die Experten des Instituts für Personalforschung gecoacht.
3.3. Aufbautraining Didaktik (2 Tage)
Im nachfolgenden Trainingsschritt setzen die Teilnehmer/innen ihre Trainingssequenzen vor der Gruppe um und erhalten methodische und didaktische Tipps zur Optimierung. Spezielle Aspekte der Trainingspraxis werden inhaltlich und methodsich vertieft, so dass die Absolventen der Trainingsreihe zum Abschluss genügend Sicherheit haben, interne Trainings zu konzipieren und professionell umzusetzen.
Die Teilnehmer erhalten bei erfolgreichem Abschluss des Train-The-Trainer-Programms ein Zertifikat von Prof. Dr. Christian Ernst (Fachhochschule Köln).
Die Vorgesetzten der internen Trainer werden in das Konzept eingebunden, damit die erforderlichen zeitlichen Freiräume geschaffen werden und das Engagement der Trainer nicht-monetär und ggf. auch monetär honoriert wird.
4. Trainer-Coaching (optional)
In der Start-Phase können die internen Trainer von den Experten des Instituts für Personalforschung in ihrer Trainertätigkeit weiter gecoacht werden. Wir nehmen an einzelnen Trainings teil und geben konkrete Verbesserungstipps. Erst wenn ein interner Trainer die notwendige Sicherheit im Präsentieren und Trainieren erlangt und sich didaktisch sicher fühlt, ziehen wir uns zurück.
Soweit gewünscht, übernehmen wir auch das Bildungscontrolling, messen den Erfolg der internen Trainings und erarbeiten auch in mittelfristiger Betrachtung weitere Optimierungsmaßnahmen für ihre externen und internen Trainingsmaßnahmen.
Auch unter Berücksichtigung des Aufwandes, den die Umsetzung des Train-The-Trainer-Konzeptes mit sich bringt, birgt die Reduzierung externer Qualifizierung zugunsten des internen Know-how-Transfers enorme Effizienzreserven und Möglichkeiten der Kostenreduzierung. Die Kosteneinsparungspotenziale können ca. 20 bis 30% ihres PE-Budgets betragen.
Eine moderne Personalentwicklung kann - gerade in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise - auf ein Train-the-Trainer-Konzept nicht verzichten!
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und lassen Sie sich ein kostengünstiges Angebot für ein professionelles Train-The-Trainer-Konzept unterbreiten!
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Beachten Sie bitte auch unser spezielles Trainingsangebot für Vertriebsmitarbeiter und Produktmanager:
Fachwissen einfach vermitteln –
Schulung als Marketing-Instrument zur Kundenakquise
Zielgruppe:
Vertriebsmitarbeiter und Produktmanager aus Industrie und Handel, die sich mit technisch erklärungs-bedürftigen Produkten beschäftigen und die die Produktvorteile auch Kunden aus nicht-technischen Bereichen einfach und verständlich vermitteln wollen.
Ziel:
Die Teilnehmer sind in der Lage, technisch komplexe Sachverhalte einfach und zielgruppengerecht darzustellen.
Dauer: ein Tag
Kurzbeschreibung und Hauptthemen:
Technische Produkte werden immer komplexer. Häufig werden auch einfache Dinge des täglichen Bedarfs mit technisch-wissenschaftlichen Verkaufsargumenten hinterlegt, um sie im Wettbewerb von Konkurrenz-Produkten abheben zu können. Die besten technischen Informationen können aber nur helfen, wenn sie dem Kunden einfach und verständlich vermittelt werden. Dieser Kurs richtet sich daher an technisch spezialisierte Vertriebsmitarbeiter und Produktmanager, deren Aufgabe es ist, Endkunden oder den Zwischenhandel von den Produktvorteilen des eigenen Angebots zu überzeugen. Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf den Methoden zum „Abholen“ der Zielgruppe auf ihrem aktuellen Erfahrungs- und Wissensstand und dem Erarbeiten einer schlüssigen und verständlichen Merkmal-/Nutzen-Argumentation. Darüber hinaus erhält der Teilnehmer wertvolle Tipps, wie themenübergreifende Schulungen werbliche Aussagen unterstützen und gezielt zur Kundengewinnung eingesetzt werden können.
Haupthemen:
• Zieldefinition und Zielgruppe
• Vorkenntnisse und Erwartungen der Zielgruppe
• Methoden und Vortragsstile
• Themenübergreifende Schulung als Marketing-Instrument
• „Abholen“ der Teilnehmer
• Unbekanntes auf Bekanntes zurückführen
• Wichtiges vom Unwichtigen unterscheiden
• Merkmal-/Nutzen-Argumentation
• Redundanzen für Hauptbotschaften
• „Take home message“
Termine:
Auf Anfrage
Referent:
Jürgen Melzer
Über den Referenten:
Nach seinem Studium der Ingenieurtechnik und der Betriebswirtschaftlehre war Jürgen Melzer 17 Jahre in verschiedenen Industrieunternehmen in verantwortlicher Position tätig. Im Produktmanagement und im Trainingsbereich hat er praxisorientierte Schulungen für unterschiedliche Zielgruppen konzipiert und Seminare im In- und Ausland gehalten. Besonders wichtig war ihm von Anfang an die Frage, wie es gelingt, Zuhörer in Seminaren und Präsentationen auch für „trockenere“ Themen zu gewinnen und zu begeistern. Seine Erfahrungen hat er zuletzt in Vertriebs- und Kundenschulungen im Bereich der Automobilbeleuchtung weitergegeben. Seit Anfang 2009 arbeitet er als freiberuflicher Trainer und Berater unter anderem für den niederländischen Elektronikkonzern Philips.